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Probleme in Dubai, wo vor lauter Sandburgenbauen das Geld ausgegangen zu sein scheint, haben die zwischenzeitlich satten Gewinne des ATX gegen Monatsende wieder dahin schmelzen lassen, am letzten Handelstag im November ist er genauso wie mein Portfolio leicht ins Minus gerutscht.

Ein kleines Plus auf Monatssicht konnten nur die OMV und die Voest retten, letztere hat Quartalszahlen berichtet und mit einem positiven Q2 überrascht. Somit hat es bisher für die Voest nur ein einziges negatives Quartalsergebnis gegeben.

EBIT Voest
Q1 08/09358
Q2 08/09428
Q3 08/09196
Q4 08/0934
Q1 09/10-24
Q2 09/1070

Die ATX Performance war die letzten beiden Monate leider mehr als bescheiden, DAX und DJI haben im November jeweils ca. 5% zulegen können. Für mein Portfolio wirds heuer wohl auch nichts mehr mit dem Break Even auf Sicht 2008, dafür fehlen nun wieder 40k oder ein Anstieg von +25%, was sich im Dezember wohl kaum ausgehen wird, das kann man nicht mal dem ATX zutrauen, zumindest nicht auf der positiven Seite. Wäre nicht schlecht wenn der ATX im Dezember wenigstens die jüngsten Abschläge auf die Leitindizes aufholen könnte.

China hat für Q3 ein Wirtschaftswachstum von 8.9% vermelden können und auch die USA hatten im Q3 nach vier Minusquartalen erstmals wieder einen Anstieg, und das gleich um starke 3,5%. Vor allem für die europäischen Börsen waren diese guten Nachrichten zu viel und sie haben nach der guten ersten Monatshälfte stark korrigiert. Der ATX ist dabei mit zwei extrem schwachen Tagen wieder mal ein wenig aus der Reihe getanzt, am 27.10. hat er 3,26% verloren und am 28.10. mit -5,76% noch eins draufgelegt. Gerüchteweise haben böse amerikanische Hedgefonds ein wenig umgeschichtet.

Name 30.9. 31.10. Performance
ATX 2637.28 2483.89 -5.82%
DAX 5675.16 5414.96 -4.58%
DJI 9712.28 9712.73 0.00%
Portfolio 170.8k 161.6k -5.36%


Ich habe diese Abschläge genutzt um bei ATec einzusteigen, mal sehen wie die Position läuft. Diese Position stellt auch das Pendant zur Kapitalerhöhung der Erste Bank dar, die in der ersten Novemberhälfte über die Bühne gehen wird und bei der ich somit nicht mitziehen werde.

 

Die aktuelle Stimmung an den Börsen ist nach der starken Korrektur in der zweiten Monatshälfte nicht gerade die Beste, auch weil der DJI am letzten Handelstag im Oktober nochmal 2,51% abgegeben hat. Nach drei schwachen Monaten (August +4%, September +2% und Oktober 0%) wäre nun eigentlich ein starker November fällig, andererseits hat es auf der 'Road to Recovery' 1975 auch eine sechsmonatige Schwächephase gegeben, die erst im Jänner 76 mit +14% eindrucksvoll beendet wurde.


Heute gings in Wien mal wieder kräftig nach unten, anscheinend hatten wir nach dem gestrigen Feiertag 'Aufholbedarf':

TitelEröffnungSchlussTagestiefPerformance
DJI9.8689.882


+0,1%
DAX5.6425.636


-0,1%
ATX2.6812.594
2.580
-3,8%
-3,3%
Voest25,5023,83
22,22-12,9%-6,5%
OMV29,2629,03
28,85-1,4%
-0,8%
Wienerberger14,5413,57
13,11-9,8%
-6,7%
Erste29,86 28,50
28,46-4,7%
-4,6%
Portfolio174,5k165,6k


-5,1%

Der Oktober hat ja, genauso wie der September, gar nicht gut begonnen, der ATX ist nach ein paar Handelstagen gleich mal 5% im Minus gewesen. Dann gabs ein paar gute Nachrichten, so hat zum Beispiel der IWF seine Wirtschaftsprognosen nach oben angepasst. Erwartet wird nun für 2010 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,1% (2,5% vorher), getrieben von Asien, speziell natürlich von China.

Dann hat Australien als erstes westliches Wirtschaftsland den Zinssatz erhöht, nämlich von 3 auf 3,25%, was als deutliches Signal für das Ende der Krise gewertet wurde. Die Berichtssaison in den USA hat ebenfalls gut begonnen, Alcoa und Intel haben die Erwartungen jeweis übertroffen. Das alles zusammen hat ausgereicht, um die Börsenkurse weiter anzutreiben.

Heute hat der DJI erstmals seit einem Jahr wieder die 10.000er Marke übersprungen und steht in der Oktoberhalbzeit nun bei +3,1%, der ATX bei +3,5%. Mein Portfolio hat bisher +6,11% geschafft, was immerhin schon wieder 10k sind. Somit fehlen nun auch nur mehr kaum erwähnenswerte 20k um die Verluste von 2008 auszugleichen.  

Wienerberger hat im September mit einer Kapitalerhöhung überrascht, nachdem eine solche nur wenige Wochen zuvor ausgeschlossen wurde. Der Bezugspreis lag mit 10 Euro sehr weit unter dem damals aktuellen Kurs von 15 Euro , was anscheinend viele Leute, darunter auch mich, dazu bewogen hat, bei Wienerberger aufzustocken. 98% der Bezugsrechte wurde angeblich ausgeübt. Ich musste dafür ein paar Voest Aktien verkaufen, da sich die Wienerberger Aktie geweigert hat zu fallen und zu Monatsende immer noch bei 14,1 Euro notiert hat., scheint das vorerst ein gutes Geschäft gewesen zu sein.

Ansonsten konnte das angeblich schlechteste Börsenmonat September der allgemeinen Erholung der Börsenkurse nichts anhaben, alle Indizes haben konnten wieder zulegen, wenn auch etwas weniger wie in den Monaten zuvor. Offensichtlich ist das Vertrauen in die Börse nun wieder groß genug um Kapitalerhöhungen durchzubringen. Bei der OMV ist was geplant und die Erste soll auch schon sondieren, von der Voest liest man vorerst noch nichts von solchen Plänen.

In den Medien dominiert zur Zeit das Thema Arbeitslosigkeit, die zur Zeit auf ihren Peak zusteuert. Ansonsten wird die Rezession allgemein für beendet erklärt, wobei von einer langsamen Wirtschaftserholung ausgegangen wird.

Die Erholung der Börsenkurse läuft bisher verblüffend ähnlich ab wie 1975, was Hoffnung auf weitere kräftige Kursanstiege macht. Der DJI steht derzeit erst bei +38% vom Tief weg und ist damals auf +62% durchgelaufen.

Nachdem die Aktie schon im Juli über 30% gemacht hat, hat sie sich auch in diesem Monat nicht lumpen lassen und nochmal kräftig eins drauf gelegt. Wienerberger steht jetzt bei ungefähr 16 Euro, somit fehlen immer noch über 70% von den Höchstständen  von 2007, wo die Aktie fast 60 Euro wert war. Hier steckt somit trotz der jüngsten Anstiege noch unglaubliches Potential drinnen, vor allem wenn auf die Wirtschaftskrise nun ein entsprechender Wirtschaftsboom folgen sollte. 

Die Börsen haben diese Hoffnung im August jedenfalls mitgetragen, vor allem der ATX hat sich mit +11% gut entwickelt und mein Portfilio hat das mit +15% noch etwas überboten, da dieses Monat auch meine Hauptposition Voest nach zweimonatiger Pause wieder mal zulegen konnte.

Bisher läuft also alles glatt auf der 'Road to Recovery'. Diese dauert nun schon 6 Erholungsmonate lang und wurde bisher nur im Juni kurz unterbrochen. Durch meine Recherchen über die anderen Rezessionen der jüngsten Vergangenheit weiß ich, dass die Erholung durchaus noch 10 Monate weiterlaufen kann und wie es derzeit aussieht, werde ich darauf auch wetten. Frühling 2010 wäre demnach aus heutiger Sicht ein günstiger Zeitpunkt um Positionen abzubauen, das Spekulationsjahr wäre dann auch um. Wenn der ATX so weitermacht wie bisher, wo er im Monat ca. 9% zugelegt hat im Schnitt, wäre er dann wieder bei seinen alten Höchstständen angekommen, genauso wie der DJI.

Aus heutiger Sicht scheint so Entwicklung jedenfalls undenkbar zu sein, historisch betrachtet wäre das jedoch gar nicht so außergewöhnlich.


Die Kursrally geht weiter, auch im Juli haben alle wichtigen Indizes zulegen können und alle sind nun zumindest heuer mal im Plus. Die Zahlen über den Häusermarkt in den USA verbessern sich, was vor allem dem Kurs von Wienerberger gut getan hat, die Aktie konnte im Juli über 30% gutmachen. Dicht dahinter Erste Bank mit +27%. Bei der Voest hat sich leider nicht viel getan, nur die Dividende hat ein kleines Plus gerettet. Unterm Strich konnte mein Portfolio trotzdem 10% zulegen.

Somit ist mein Portfolio 'nur mehr' 30% oder 58k im Minus ab 2008 betrachtet, im März waren das noch über 60%. Zwei oder drei gute Monate würden reichen um in die Gewinnzone zu kommen, oder eine durchschnittliche Performance zwischen +7% / +8% pro Monat bis Jahresende.

 DJI
BezeichnungLetzter KursTief FinanzkriseHoch 2007Max. Verlust
3M CO.133.5122.02.201320.42553.82%95.8539.29%-78.70%
AMERICAN EXPRESS CO.85.8007.03.200910.26736.26%65.5530.89%-84.35%
AT & T INC.35.2124.04.201320.3972.68%42.83-17.79%-52.39%
BOEING CO.134.2513.05.201321.27531.17%107.2325.20%-80.16%
CATERPILLAR INC.84.6016.04.201321.16299.81%86.98-2.74%-75.67%
CHEVRONTEXACO CORP.122.4426.02.201320.58494.95%103.0918.77%-80.04%
CISCO SYSTEMS INC.21.25
COCA-COLA CO.40.1905.04.201320.9491.93%65.56-38.70%-68.06%
DU PONT E.I. DE NEMOURS & CO.61.3809.03.200916.14280.30%54.5512.52%-70.41%
EXXON MOBIL CORP.93.4818.03.201321.26339.70%95.05-1.65%-77.63%
GENERAL ELECTRIC CO.26.6605.03.20096.66300.30%42.12-36.70%-84.19%
Goldman Sachs Group Inc., The Registered Shares DL -,01168.94
HOME DEPOT INC.80.6706.03.200918.00348.17%43.9583.55%-59.04%
INTEL CORP.23.8423.02.200912.0897.35%28.71-16.96%-57.92%
INTERN.BUSINESS MACHINES CORP.179.6825.04.201320.64770.54%130.0038.22%-84.12%
JOHNSON & JOHNSON94.6601.03.201321.02350.33%72.2231.07%-70.89%
JP MORGAN CHASE & CO.57.2209.03.200915.90259.87%53.207.56%-70.11%
MCDONALD'S CORP.97.3719.04.201320.45376.14%65.9547.64%-68.99%
Merck & Co. Inc. (New) Registered Shares DL-,0149.83
MICROSOFT CORP.38.1309.03.200915.15151.68%37.062.89%-59.12%
NIKE Inc. Registered Shares Class B o.N.79.14
PFIZER INC.31.7302.03.200911.66172.13%28.4711.45%-59.04%
PROCTER & GAMBLE CO.84.2208.04.201321.09299.34%74.6712.79%-71.76%
TRAVELERS COMPANIES INC.,THE90.74
UNITED TECHNOLOGIES CORP.110.8630.04.201320.92429.92%82.0735.08%-74.51%
UnitedHealth Group Inc. Registered Shares DL -,0174.48
VERIZON COMMUNICATIONS INC.49.6225.03.201320.85137.99%46.077.71%-54.74%
VISA Inc. Reg. Shares Class A DL -,0001203.46
WAL-MART STORES INC.81.0113.03.201321.66274.01%63.1728.24%-65.71%
WALT DISNEY CO.70.5409.03.200915.59352.47%36.5593.00%-57.35%

Daten vom: 3.12.2013

So oft wie im Juni hat man bisher nicht gehört, dass nun das Schlimmste endgültig hinter uns liegen würde und es ab jetzt wirtschaftlich langsam aber doch wieder bergauf gehen sollte.

An den Börsen gab es vereinzelt Tage mit massiven Abschlägen, unterm Strich ist aber nicht viel passiert, die Indizies haben sich auf Monatssicht kaum bewegt. Mein Portfolio hat 3% abgegeben und ist mit YTD +21% knapp vor dem ATX mit +20%. Die Erste Bank konnte im Juni fast 13% zulegen und ist nach BWIN der Titel, der sich bisher am stärksten vom Krisentief erholt hat (+175%), danach kommt schon die Voest mit +105%.

Das erste Halbjahr 09 war also mal gar nicht so schlecht, allerdings war das erste Halbjahr 08 auch ganz gut und wie es dann weitergegangen ist, ist eh bekannt. Letztes Jahr um diese Zeit hat es auch geheißen, spätestens im Herbst wäre alles vorbei, dabei ist es zu der Zeit dann erst richtig los gegangen. Langweilig wird es also auch in den nächsten Monaten sicher nicht werden und es gibt noch ein schönes Stück aufzuholen.

Aktueller Zwischenstand von heute:
DJI -0,1%
DAX -2%
ATX -4%
Voest -6%
OMV -7%

Kann es sein, dass die europäischen Börsen wieder mal ein wenig überreagieren? Bin schon gespannt was daraus bis zum Monatsende wird.

Mein altes Targa hat den Geist aufgegeben, also musste was neues her. Amazon.de angeworfen, kurz gesucht und das Acer Extensa 5620 bestellt. 4GB Ram, 250GB Festplatte sollten knapp ausreichen dachte ich mir und mit einem Preis unter 500 Euro kostete das Notebook weniger als halb so viel wie mein altes.

Beim ersten Notebook das sie mir geschickt haben, war leider die Festplatte hin, das ist bei Amazon zum Glück weniger ein Problem wie bei irgendeinem Händler weil man das Teil dann einfach unfrei zurück schickt und die einem noch während das unterwegs ist ein neues schicken. Das hat dann auch funktioniert.

Somit beginnt nun auch für mich das Windows Vista Zeitalter. Viel positives hört man ja nicht über dieses Betriebssystem, ich konnte bisher aber nichts negatives feststellen. Die Unterschiede zu XP scheinen minimal zu sein und es läuft auch alles sehr flott.


GM wird zuerst verstaatlicht um dann aufgespalten zu werden. Opel geht an Magna. Die Börsen setzen ihre Erholung den dritten Monat in Folge fort.

Der DJI hat nach 3 Monaten 20% von seinem Low dazu gewonnen, der ATX schon 42%. Vom Hoch 07 betrachtet steht der DJI bei -40%, der ATX bei -58%, der ATX hat also trotz der beeindruckenden Rally nach wie vor enormen Aufholbedarf.

Wird es Rücksetzer geben? Diese Krise scheint ganz gut mit der Ölkrise in den 70ern vergleichbar zu sein. 1975 hat da die Erholung der Aktienkurse begonnen, nach 3 Monaten war der DJI auf +25% und ist bis auf  +43% vom Low durchgelaufen, bevor er im Sommer leicht nachgegeben hat. Diese Rücksetzer waren jedoch auf -5% jeweils in Juli 75 und September 75 beschränkt und danach gings weiter bis auf +62%, was in etwa dem Kursniveau vor der Krise entsprochen hat.

Vielleicht wirds auch diesen Sommer spannend. Wenn der DJI -5% macht, kann der ATX -10% und mehr machen und die Voest, der Hauptbestandteil meines Portfolios, noch mehr. Unterm Strich würde man aber sehr gut damit leben können, wenn wir eine ähnliche Erholung der Aktienkurse wie in den 70ern haben würden.

Die Amis haben Chrysler zu Monatsende wirklich in die Insolvenz gehen lassen. Für die Zukunft ist eine Kooperation mit Fiat geplant, die erst 2002 in einer ähnlichen Situation waren wie die 'Big 3' heute und nach wie vor hoch verschuldet sind.

Die Börsen waren davon überhaupt nicht beeindruckt und haben ihre Erholung fortgesetzt.

31.3.30.4.Tief März 09Hoch 07
ATX1.6971.863+10%+32%-63%
DAX4.0854.769+17%+30%-41%
DJI7.6098.168+7%+24%-42%

Der ATX hat nach wie vor mit Abstand den höchsten Verlust vom Hoch 2007, der DJI ist 'nur mehr' 42% im Minus und damit ziemlich genau auf dem Verlustniveau vom Erdölschock in den 70ern, von dem er sich damals in 15 Monaten erholt hat. Ich bin wirklich gespannt, ob das diesmal auch so abläuft, noch mehr natürlich ob der ATX mal dazu ansetzt, seinen Abstand zu den anderen Indizes zu verringern. -40% vom Hoch hätte der ATX bei ca. 3000 Punkten, da müsste mein Portfolio fast schon ausgeglichen sein.

Der April war jedenfalls mal ein Monat mit einer spürbaren Erholung auch für mein Portfolio, das 25% oder 21k zugelegt hat, vor allem dank der Voest, die um fast 50% gestiegen ist. YTD ist mein Portfolio nun ausgeglichen, der Wert ist wieder sechstellig und die Verluste fünfstellig, was mir in dieser Reihenfolge wesentlich besser gefällt wie umgekehrt.

 ATX
BezeichnungLetzter KursTief FinanzkriseHoch 2007Max. Verlust
ANDRITZ AG46.6620.11.200816.25187.14%54.00-13.59%-69.91%
CA Immobilien Anlagen AG Inhaber-Aktien o.N.12.27
conwert Immobilien Invest SE Inhaber-Aktien o.N.9.35
ERSTE GROUP BANK AG25.9117.02.20097.00270.14%61.50-57.87%-88.62%
EVN AG11.6721.05.20129.1727.26%23.71-50.78%-61.32%
Immofinanz AG Inhaber-Aktien o.N.3.52
Lenzing AG Inhaber-Aktien o.N.47.40
MAYR-MELNHOF KARTON AG90.9815.12.200845.9398.08%89.901.20%-48.91%
OESTERR.ELEKTRIZITAETSWIRTSCH.AG15.9925.06.201314.3011.82%59.30-73.04%-75.89%
OESTERREICHISCHE POST AG35.5308.09.200918.0097.39%
OMV AG36.0521.11.200816.70115.87%59.86-39.78%-72.10%
RAIFFEISEN INTERNATIONAL BANK HLDG27.1117.02.200913.00108.54%122.50-77.87%-89.39%
RHI AG26.3218.03.20098.70202.53%42.73-38.40%-79.64%
SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQU.AG77.3219.12.200819.02306.52%75.003.09%-74.64%
STRABAG SE21.5903.03.20099.86118.97%54.85-60.64%-82.02%
TELEKOM AUSTRIA AG6.2608.11.20124.5537.58%21.51-70.90%-78.85%
VIENNA INSURANCE GROUP38.6227.10.200816.00141.38%58.20-33.64%-72.51%
VOESTALPINE AG36.6019.03.20099.56282.85%66.11-44.64%-85.54%
WIENERBERGER AG12.3018.03.20094.86153.09%58.06-78.82%-91.63%
ZUMTOBEL AG11.6019.01.20095.12126.56%31.16-62.77%-83.57%

Daten vom: 3.12.2013

Nach den massiven Kursverlusten vom Februar gings anfang März in der gleichen Tonart weiter, bis dann in den USA die Pläne für die 'Bad Bank' konkretisiert wurden. Das Vorhaben wurde 'Public Private Partnership Investment Program' genannt, da sich auch private Investoren beteiligen sollen. Der Staat steuert Geld aus dem 'Bankenrettungspaket' vom Herbst bei.

Jedenfalls ging es danach mit den Börsenkursen steil bergauf, ganz im Gegensatz zu allen anderen bisherigen Unterstützungsversuchen, wo es danach immer steil bergab ging. Die Indizes sind jetzt wieder auf bzw. über den Lows vom November.

bisheriges Tief 31.3.
ATX 1.412 9.3.3009 1.697 +20%
DAX 3.666 6.3.3009 4.085 +11%
DJI 6.594 5.3.3009 7.609 +15%

Auch für mein Portfolio ist sich erstmals seit Mai 08 auf Monatssicht wieder ein Plus ausgegangen, wenn auch nur ein kleines. Leider hat die Voest nochmal 20% abgegeben und hat zu Monatsende nur mehr mit 9,85 notiert. Dafür haben Erste Bank unglaubliche 66% zugelegt und auch die OMV konnte sich mit +21% sehen lassen. Die OMV ist als einziger Titel meines Portfolios auch auf Jahressicht im Plus.

Diese Tage sind die Arbeitslosenzahlen der USA für Februar herausgekommen, die Arbeitslosigkeit ist von 7.6% auf 8.1% gestiegen, hat also einen ziemlichen Sprung gemacht. 

Um herauszufinden, ob es auch in den Rezessionen der Vergangenheit solche Sprünge gab und wie sich diese auf die Aktienkurse ausgewirkt haben, habe ich nochmal beim U.S. Bureau of Labor Statistics vorbei geschaut, wo es wunderschöne Tabellen mit Daten über den Arbeitsmarkt gibt.

In den Rezessionen 1982/2002 gab es solche Sprünge nicht, da ist die Arbeitslosigkeit relativ gleichmäßig angestiegen. 1982 hatte der DJI im August seinen Boden gefunden und in den folgenden 10 Monaten 50% zugelegt (von 800 auf 1250), während die Arbeitslosigkeit während dieser ganzen Zeit über 10% geblieben ist.

Eher vergleichbar mit der aktuellen Situation war die Rezession von 1974, wo die Arbeitslosigkeit von November bis Jänner 75  von 6% extrem auf 8.1% gestiegen ist und dann noch weiter bis auf 9% im Mai 75. Der DJI ist jedoch ab Dezember 74 nicht mehr weiter gefallen, hat also inmitten der größten Kündigungswelle der Ölkrise seinen Boden bei damals -42% gefunden.

Der extreme Anstieg der Arbeitslosigkeit, den wir derzeit erleben, muss also nicht umbedingt auf weiter fallende Aktienkurse hindeuten, ganz im Gegenteil könnte diese Zeit sogar eine Trendwende bedeuten. Weiters sieht man, dass Aktienkurse auch während einer Phase sehr hoher Arbeitslosigkeit ziemlich stark ansteigen können und das Wirtschaftssystem offensichtlich auch solche Phasen aushalten kann.


Das ist die einzige positive Schlagzeile, die mir für den Februar eingefallen ist

In den USA wurde ein Konjunkturpaket in der Höhe von $787 Mrd beschlossen und ab diesem Zeitpunkt ging es bergab mit den Börsenkursen. Mit -20,5% war der Monat für mein Portfolio das schlimmste Crashmonat seit September 08 (-30,5%).

Die BIP Zahlen für Q4 08, von denen ich im Jänner noch berichtet habe, dass sie in den USA nicht so schlimm ausgefallen wären wie befürchtet, wurden in der Zwischenzeit nach unten revidiert, und zwar von -3,8% auf -6,2%. Irgendwer hat sich da offensichtlich ein wenig verschätzt. Im Vergleich dazu Deutschland -2,1%, Österreich -0,2%, Eurozone -1,5%, Japan -12,7% (!!!).

Wienerberger und Erste Bank haben im Februar unglaubliche 35% abgegeben. Der Treichl von der Ersten muss schon andauernd dementieren, dass seine Bank in Insolvenzgefahr kommen könnte, von Wienerberger hört man noch nichts in diese Richtung.

Natürlich haben auch die Indizes neue Lows gesehen, aktuell stehen sie zu Monatsende ziemlich genau auf diesen. Die Novembertiefs sind somit Geschichte und wir sind im 16ten Monat der Kursverluste, womit wir mit den Rezessionen 81/82 und 01/02 gleich gezogen sind. Der DJI steht genau wie damals bei 7000 Punkten.

In den nächsten Wochen dürfte es für GM spannend werden, kann leicht sein, dass die eine Sanierung über Insolvenz machen müssen. Am Bankensektor bleibt es natürlich auch weiter spannend, in den USA gibt es hohe Staatsbeteilungen und so genannte Bad Banks zum Auslagern von wertlosen Beteiligungen werden wohl auch kommen.


Der Jänner hat mit einer guten Woche begonnen (Neujahrsoptimismus), dann kamen 2 katastrophale Wochen wo die Bankenkrise durch einen 25 Mrd Pfund Abschreiber der Bank of Scotland neu aufgeflammt ist und schließlich gabs in der letzten Jännerwoche noch eine kleine Erholung, nachdem die Idee einer 'Bad Bank' diskutiert wurde.


DJI und DAX haben mit -9% und -10% wieder ganz schön abgegeben, der ATX ist mit -1% ganz gut weggekommen diesmal, liegt aber mit -65% vom Hoch 2007 immer noch ganz klar hinter DAX mit -46% und DJI mit -43%.

Mein Portfolio ist am letzten Handelstag ins Minus gerutscht und wurde vom ATX überholt, nachdem dieser um 2% zugelegt hat und sich die Voest mit -7% ganz unten auf der Kursliste eingefunden hat. Der Abgang ist mit -1,5% im Vergleich zu DAX und DJI zum Glück sehr moderat ausgefallen. Erfreulich war die Erholung der OMV mit +20% und der Update Software AG mit +15%, auch die Voest konnte ein Prozent Plus retten und hatte damit den ersten positiven Monat seit Mai 2008.

ATX und DAX haben im Jänner ihre November Lows angetestet, diese haben aber vorerst gehalten. Somit hat die Seitwärtsbewegung auch den Jänner überlebt, was ja schon mal nicht so schlecht ist. Die Meinungen über die weitere Entwicklung gehen wie üblich diametral auseinander, in letzter Zeit gab es  zumindest einmal ein paar Wirtschaftsdaten aus den USA die positiv überrasschen konnten (Verkäufe bestehender Häuser überraschend gestiegen, BIP im Q4 weniger schlecht als befürchtet).




Amerika hat einen neuen Präsidenten, die Börsen zeigen sich davon leider nicht sehr beeindruckt und nähern sich bedrohlich den Tiefstständen vom November. Auch heute war durch die Bank alles rot, der Jänner droht erneut zu einem Desaster zu werden:

ATX -1,16% / 1.623,50
DAX -1,76% / 4.239,85
DJI -4,01% / 7.949,09
S&P -5,28% / 805,24
Nasdaq -5,78% / 1.440,86

Die schönsten Tage sind die, wo der ATX fällt und das Depot trotzdem steigt, wie z.B. heute: ATX -1.41%, Depot +1.03%.

Die allgemeine Stimmung an den Börsen ist leider nach wie vor sehr schlecht, die wichtigsten Indizes sind auch im Jänner schon wieder im Minus und es würde mich echt wundern, wenn sich der Jänner nicht nahtlos an die Verlustmonate des letzten Jahres reihen sollte.

Tief 31.12. YTD Hoch 2007 Max. Verlust vom Hoch Dezember
Portfolio -108.555 -92.443 15% -48% -4,4%
ATX 1.516 1.750 15% -61% 5.000 -70% -2,8%
DAX 4.127 4.810 16% -40% 8.100 -49% 3,0%
DJI 7.552 8.776 16% -34% 14.100 -47% -0,6%


Index Snapshots
 

2008 war für den DJI das schlimmste Jahr seit 1931, für den ATX wars das schlimmste Jahr seit seinem Bestehen.

Die Lows vom November haben den Dezember überlebt, wengistens etwas positives. Für ein Plus im Dezember hat es trotzdem knapp nicht gereicht. Anfang 2009 werde ich gleich mal ein wenig umschichten um Verluste zu realisieren, ansonsten bleibt nicht viel über als auf steigende Kurse zu warten. Bei einem ATX von ungefähr 3400 sollte das break even erreicht sein und selbst dann wären die Kurse noch sehr weit unten (zB Voest bei Euro 30).


Kaufdatum Titel Anzahl Kaufkurs Letzter Kurs Verkaufsdatum Performance
12.12.2008 Wienerberger 500 11.24 11.90   5.62% 316.00
11.11.2008 Erste Bank 1000 17.64 16.20   -8.36% -1,475.28
16.10.2008 VOEST 1000 19.30 15.04   -22.27% -4,298.60
06.10.2008 VOEST 1000 18.17 15.04   -17.43% -3,166.34
18.07.2008 Wienerberger 1000 17.30 11.90   -31.41% -5,434.60
04.07.2008 VOEST 500 45.47 15.04   -63.67% -14,475.40
10.03.2008 OMV 500 43.50 18.72   -55.03% -11,969.15
25.01.2008 Update Software AG 2000 3.50 2.70   -20.96% -1,466.95
18.01.2008 OMV 500 47.50 18.72   -58.82% -13,969.15
14.11.2008 Wienerberger 500 11.69 12.18 11.12.2008 3.71% 217.00
23.10.2008 VOEST 1300 16.15 16.85 06.11.2008 3.93% 824.20
22.10.2008 OMV 950 22.00 22.46 23.10.2008 1.69% 352.53
07.10.2008 VOEST 215 16.90 21.75 15.10.2008 28.06% 1,019.40
08.10.2008 VOEST 820 16.90 21.75 15.10.2008 28.24% 3,913.61
07.02.2008 VOEST 1000 39.90 18.13 10.10.2008 -50.90% -20,311.05
06.10.2008 Wienerberger 1000 16.46 16.54 06.10.2008 0.09% 14.00
03.10.2008 Wienerberger 1000 16.00 17.18 03.10.2008 6.96% 1,113.64
16.07.2008 Wienerberger 1000 15.66 17.08 18.07.2008 8.65% 1,354.52
09.01.2008 Wienerberger 1000 33.10 15.50 16.07.2008 -50.18% -16,608.30
27.02.2008 Telekom Austria 1000 15.50 14.16 02.07.2008 -5.44% -843.30
20.02.2008 VOEST 1000 39.90 41.09 21.02.2008 2.67% 1,063.87
20.12.2007 VOEST 1000 47.77 40.90 13.02.2008 -17.44% -8,613.17


Anfangswert: 185,515.74
Letzter Wert: 93,073.22
Performance: -93,242.52 -49.22%
Performance ATX:
-61.2%
Performance DAX:
-40.37%
Performance DJI:
-35.13%

Die Performance beinhaltet alle Spesen, Dividenden, Steuern etc.

Bin ich froh, daß ich kein Experte bin. Wenn man das liest, dann kann man eigentlich nur froh sein, wenn zur Zeit keiner von einer baldigen Besserung spricht.

14. März 2007
US-Finanzminister Henry Paulson: Konjunktur trotz Immobilienkrise "robust"

Die Abkühlung am US-Häusermarkt beeinträchtigt nach Einschätzung von Finanzminister Henry Paulson die Konjunktur der weltgrößten Volkswirtschaft nicht. "Ich denke weiterhin, dass die US-Konjunktur robust ist", sagte Paulson am Dienstag dem Sender CNBC-Television. Die negativen Auswirkungen der Abkühlung auf Hypothekenanbieter für Kunden mit schlechter Bonität dürften als Folge der Marktkorrektur am Häusermarkt allerdings nicht überraschen. Doch sei dieser Effekt nunmehr weitgehend eingedämmt, sagte Paulson. (Quelle: APA/Agenturen)

27. März 2007
IHS-Chef Bernhard Felderer
US-Immobilienkrise dürfte überwunden sein
Für das Institut für höhere Studien (IHS) ist ein Ende der Wirtschaftsflaute in den USA in Sicht. IHS-Chef Bernhard Felderer geht davon aus, dass die USA bereits heuer wieder einen Aufschwung erleben könnten. Würden die Immobilien-Preise noch weiter sinken, hätte das zwar unvermeidliche Auswirkungen auf die Aktienmärkte und damit auch auf die Konjunktur. Im Moment sei das aber nicht in Sicht. "Die Mehrheitsmeinung ist derzeit, dass die Immobilienkrise überwunden ist", erklärte Felderer bei der Vorlage der Frühjahrsprognose. Positiv ausgewirkt habe sich auch die jüngste Entscheidung der US-Notenbank Fed, die Leitzins bei 5,25 Prozent unverändert zu halten und damit die Serie von Zinserhöhungen zu stoppen. "Viele hoffen jetzt auf eine Zinssenkung. Dann könnten auch viele faule Kredite wieder bedient werden", so Felderer.

2. August 2007
IWF sieht Weltkonjunktur durch Börsenturbulenzen ungefährdet

Die durch die Immobilienkrise in den USA ausgelösten Turbulenzen an den Aktienbörsen stellen nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) kein Problem für die Konjunktur dar. Die heftigen Kursreaktionen an den Börsen würden für Außenstehende vielleicht etwas chaotisch erscheinen, letztlich seien sie für die Märkte aber gut, sagte IWF-Vizechef John Lipsky (ganz links) am Donnerstag vor Finanzministern aus dem asiatisch-pazifischen Raum im australischen Coolum. Sie hätten den IWF wenigstens nicht dazu veranlasst, seine jüngsten Prognosen für die Weltkonjunktur zu überdenken. So halte der Fonds an der vergangene Woche veröffentlichten Prognose fest, wonach die Weltwirtschaft in diesem und im kommenden Jahr um 5,2 Prozent wachsen werde.

3. August 2007
Jean-Claude Juncker: IKB-Krise kein Grund zur Besorgnis

Der Vorsitzende der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, hat vor einer Überbewertung der Krise um die angeschlagene Mittelstandsbank IKB gewarnt. "Ich glaube nicht, dass wir Anlass zu größerer Sorge haben", sagte der luxemburgische Regierungschef und Finanzminister am Freitag. "Ich glaube nicht, dass das, was sich in den Vereinigten Staaten abspielt und was in geringem Ausmaß einige Banken in der Euro-Zone in Mitleidenschaft zieht, von der Art ist, dass wir allzu besorgt sein sollten", fügte er unter Verweis auf die Immobilienkrise in den USA hinzu.

6. August 2007
Georg Funke Hypo Real Estate-Chef: Kein Flächenbrand zu befürchten

Die US-Immobilienkrise wird sich nach Ansicht der Hypo Real Estate (HRE) nicht zu einem Flächenbrand ausweiten. "Es wird keinen Kaskadeneffekt geben, aber es wird einzelne Unternehmen treffen, die sich hier zu aggressiv verhalten haben", sagte Vorstandschef Georg Funke dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Die Märkte würden sich relativ schnell beruhigen. "Das ist eine Frage von Wochen, allenfalls Monaten." In Deutschland war die Düsseldorfer IKB durch marode US-Hypothekenanleihen in Schwierigkeiten geraten.Die Immobilienmärkte weltweit seien hoch diversifiziert; Bürotürme in Hongkong oder London könnten nicht mit Einfamilienhäusern in Minnesota verglichen werden, sagte Funke. "Betroffen sind nur diejenigen, die sich in diese hochriskanten Geschäfte im amerikanischen Retailbereich gewagt haben." Für sein Unternehmen sieht Funke keine Gefahr: "Wir erwarten, dass unserer Gruppe aus der jetzigen Krise keine Belastungen entstehen".

6. August 2007
Dresdner Bank-Chef Herbert Walter: Keine Gefahr durch US-Hypothekenkrise

Die Dresdner Bank geht davon aus, dass die Krise am US-Hypothekenmarkt die deutsche Finanzbranche nicht stärker in Bedrängnis bringt. Bankchef Herbert Walter sagte am Montag in Frankfurt, es sei nicht davon auszugehen, dass sich das deutsche Finanzsystem durch das Platzen der Immobilienblase in den USA nachhaltig destabilisieren werde. "Die Realwirtschaft ist sehr robust", betonte er. Die Übernervosität bei Investoren werde in den nächsten Monaten zurückgehen. Auch für die Dresdner Bank sehe er keine Risiken, sagte Walter, obwohl die Allianz-Tochter mit 1,6 Mrd. Euro im Markt für zweitklassige Hypothekendarlehen engagiert ist. Der Münchener Finanzkonzern hatte mitgeteilt, das Engagement der Gruppe in dem US-Markt liege bei 1,7 Mrd. Euro. Dafür sei bereits eine Risikovorsorge von 70 Mio. Euro gebildet worden.

12. August 2007
Wirtschaftsexperten sehen keine Gefahr für Aufschwung

Die US-Immobilienkrise bedroht nach Einschätzung von führenden Wirtschaftsexperten nicht den Aufschwung in Deutschland. Ein Börsencrash sei ebenfalls nicht zu befürchten. "Noch sehe ich keine gravierenden Auswirkungen auf die robuste Konjunktur in Deutschland", sagte der Wirtschaftsweise Bert Rürup der "Berliner Zeitung". "Die Krise wird auf die Finanzmärkte beschränkt bleiben, zumal sich die Europäische Zentralbank außerordentlich klug verhält und den Markt ausreichend mit Liquidität versorgt. Der Aufschwung sollte deswegen intakt bleiben." Auch österreichische Wirtschaftsexperten sehen eher keine großen Risiken: Die Auswirkungen der Krise auf die österreichische Wirtschaft seien marginal bis nicht vorhanden, so Franz Hahn, Experte des Wirtschaftsforschungsinstitus (Wifo) in der "ORF-ZIB". Insgesamt habe die Krise positive Auswirkungen und werde dazu führen, dass die Kreditrisikenbewertung durch die Investoren künftig genauer vorgenommen werde. Die Kreditverknappung beschränke sich aber nicht mehr auf die Finanzmärkte, sondern habe die Konditionen für Unternehmen verschlechtert - insbesondere bei mäßiger bis schlechter Bonität, so Hahn im "Standard". Wenn die Banken die Ausfälle im Hypothekengeschäft mit schärferen Kreditkonditionen kompensierten oder Kredite fällig stellten, hätte dies "substanzielle konjunkturelle Konsequenzen".Der Ökonom Erich Streissler schätzt in einem Interview mit der "Presse" die Wahrscheinlichkeit einer Weltwirtschaftskrise heute als geringer ein als noch vor fünf Jahren. Er sehe auf die USA aber eine "sehr lange Stagnationsphase" zukommen. Amerika "entspare", das reichste Land der Welt werde von armen bis mittelreichen Ländern mitfinanziert, ein Prozess, der sicher "nicht ewig" gutgehen könne. Ob es zu einer Weltwirtschaftskrise komme, hänge davon ab, "wie sehr die Leute hysterisch werden".

14. August 2007
EZB-Präsident Trichet sieht allmähliche Normalisierung am Geldmarkt

Die Unruhe an den Finanzmärkten hat sich nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) weitgehend gelegt. "Die Bedingungen an den Finanzmärkten normalisieren sich allmählich wieder", erklärte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet laut Mitteilung der Notenbank am Dienstag. "Ich rufe alle Beteiligten dazu auf, gelassen zu bleiben."Die EZB hatte infolge der Turbulenzen an den Finanzmärkten wegen der US-Immobilienkrise vier Mal Milliardensummen in den Markt gepumpt. Am Dienstag stellte die Notenbank den Geschäftsbanken nochmals 7,7 Mrd. Euro frisches Geld zur Verfügung. Seit vergangenen Donnerstag summierte sich die Summe, die die EZB zur Verhinderung von Liquiditätsengpässen freigab, damit auf gut 211 Mrd. Euro. Damit habe die EZB die "Liquidität zur Verfügung gestellt, die notwendig war, um das ordnungsgemäße Funktionieren der Geldmärkte sicherzustellen", sagte Trichet.

 
18. August 2007
IW sieht keine Gefahr für deutsche Wirtschaft wegen Immobilienkrise
Die Immobilienkrise in den USA hat nach Einschätzung des Institutes der Wirtschaft (IW) keine Folgen für deutsche Unternehmen. Die Krise werde noch bis Herbst anhalten, aber die Wirtschaft kaum beeinflussen, sagte IW-Chef Michael Hüther der "Wirtschaftswoche" laut Vorausmeldung. Ähnlich äußerten sich dem Bericht zufolge auch die Chefvolkswirte von Postbank, Commerzbank und Union Investment.Hüther sagte, in dieser Krise stehe eine Brandmauer zwischen den Banken und dem Rest der Wirtschaft. "Unsere Unternehmen sind hervorragend positioniert und machen gute Gewinne. Im Maschinenbau etwa gibt es einen Nachfrageboom mit Wartezeiten wie in den 70er Jahren." Der Aufschwung sei nicht nur konjunkturell, sondern auch strukturell verankert. Die Unternehmen bedienten genau das, was auf den Weltmärkten gewünscht sei, wurde Hüther zitiert.

22. August 2007
Deutscher Bankenverband: Keine weiteren Schieflagen bei deutschen Instituten

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) sieht derzeit keine weiteren Schieflagen bei deutschen Instituten. "Weder wir noch die Aufsichtsinstitutionen haben eine Indikation für weitere Fälle", sagte der Geschäftsführende Vorstand des BdB, Manfred Weber, dem "Handelsblatt". "Auf keinen Fall sollten wir jetzt Probleme herbeireden und die Märkte damit zusätzlich verunsichern", empfahl Weber mit Blick auf die Diskussion um die angebliche Krise am deutschen Bankenmarkt.Die Rettungsaktionen für die IKB und die Sachsen-LB seien keine positiven Nachrichten für den Finanzplatz Deutschland gewesen, räumte Weber ein. Entscheidend sei aber, dass durch entschlossenes Handeln Schaden abgewendet worden sei. Er gehe davon aus, dass sich die Lage an den Märkten auf Sicht Schritt für Schritt normalisieren werde. Ähnlich äußerte sich der Chefvolkswirt der Dresdner Bank und Allianz, Michael Heise: "Das deutsche Bankensystem ist stabil, wir haben keine systemische Krise", sagte Heise derselben Zeitung. Heise räumte ein, dass sich die Refinanzierungsbedingungen für die Banken weltweit verschlechtert hätten. Keiner wisse derzeit, wer welche Risiken halte. Diese Intransparenz sorge für eine große Unsicherheit. Die Refinanzierung werde sich deshalb verteuern. "Aber es gibt keine Liquiditätsprobleme. Wenn bei den Investmentvehikeln aufgeräumt wurde, wird sich der Markt auch wieder entspannen", betonte Heise.

Gefunden auf  Wirtschaftsblatt.at

Die FED hat gestern ihren Zinssatz auf 0 gesenkt, der DJI hat daraufhin den Tag mit +4% beendet. Auf die europäischen Börsen hatte das heute keinen Effekt, DAX und ATX haben jeweils ein halbes Prozent verloren.

Passend zur schlimmsten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit ist diese Woche ein 50 Mrd $ Pyramidenspiel geplatzt, veranstaltet von einem gewissen Herrn Madoff, ehemaliger Chef der NASDAQ. Dank seines sehr hohen Ansehens in der Finanzszene haben vor allem Banken, Pensionsfonds und sehr vermögende Leute bei ihm angelegt. Gerüchte, daß das was er macht ein Pyramidenspiel sei, hat es angeblich schon seit Jahren gegeben, seine Tätigkeit als Berater der US Regierung und der US Finanzbehörden hat ihm anscheinend geholfen, unentdeckt zu bleiben.

Das hat sich negativ auf die Kurse der Finanzwerte und damit auf die in meinem Portfolio enthaltene Erste Bank ausgewirkt, die dadurch wieder auf ihren Tiefpunkt zurückgeworfen wurde (tiefster Kurs heute 13,21). Direkt betroffen ist sie angeblich nicht, genaueres über den insgesamt entstandenen Schaden und wer im Club der Geschädigten mit dabei ist, wird man aber erst sagen können, wenn die diversen Verschachtelungen der Fonds und Beteiligungen durchleuchtet sind.


Dez 1973 4.9%
Mai 1975
9% 5 Monate nach Kurslow
Mär 1979 5.6%

Mai 1979
5.6%
Nov 1982
10.8% 3 Monate nach Kurslow
Apr 1988
5.4%

Dez 2000
3.9%
Dez 2002
6.0% 3 Monate nach Kurslow
Okt 2006
4.4%

Mär 2008 4.4%
Nov 2008 6.7%

Die Arbeitslosigkeit erreicht also üblicherweise zwischen 3 Monaten und einem halben Jahr nach dem Kurslow ihren Höhepunkt, scheint aber zumindest für einen Zeitraum von 2 Jahren anzusteigen. Demnach wäre der Tiefpunkt der Aktienkurse erst gegen Ende 2009 erreicht. Schwer vorstellbar, die Kursverluste sind ja jetzt schon die größten der Nachkriegszeit.

Jan 19731026
Dez 1974580-43% / 23 Monate
Mär 197698015 Monate

Apr 19811020
Aug 1982777-24% / 16 Monate
Okt 198210372 Monate

Mai 200111302
Sep 20027701-32% / 16 Monate
Jan 20041060016 Monate

Okt 200714079
Feb 20097063-50% / 16 Monate

Das ist jeweils der DJI am Höchststand vor der Krise, am Tiefpunkt der Krise und wie lange es bis dorthin gedauert hat und schließlich der Zeitpunkt als der Index wieder ungefähr den Stand vor der Krise erreicht hat.

Wie man sieht, kann die aktuelle Sache bereits mehr als mithalten und ob der Tiefpunkt wirklich im November war wird man erst sehen. Auffallend ist  aber auch die verlässliche schnelle Erholung der Kurse.

Der ATX hat übrigens seit September 2007 von 5000 Punkten in 14 Monaten 70% verloren, tiefster Stand bisher 1500 Punkte im November.

Die Zahl der Arbeitslosen in den USA ist in November um eine halbe Million (Rekordanstieg innerhalb eines Monats seit 34 Jahren) und damit auf 6,5% gestiegen. In der 16 Monate dauernden Rezession 1981/82 hat sie fast 11% erreicht, in der Rezession 1973-75  (Ölkrise) erreichte die Arbeitslosigkeit 9%. Die letzten Rezessionen 1990/91 und 2001 waren dagegen eher mild.

Wenn die aktuelle Krise mit den vergangenen vergleichbar ist, sollte sie, wenn man sich die durchschnittliche Dauer ansieht, irgendwannn um die Mitte 2009 zu Ende gehen.

Amerika hat wieder mal einen der Demokraten zum Präsidenten gewählt und bei uns haben sich die Verlierer der letzten Nationalratswahl schließlich untereinander eine neue Regierung ausgemacht.

Die Nachrichten aus der Wirtschaft waren auch dieses Monat sehr schlecht. Island, wo unsere heimischen Banken anscheinend recht stark engagiert waren, ist mehr oder weniger bankrott, die Citigroup musste ein weiteres Hilfspaket in Anspruch nehmen und auch die Autoindustrie der USA hängt in den Seilen und bettelt um ein Rettungspaket. Wir sind jetzt auch offiziell in einer Rezession, wie schwer die wird bzw. wie lange sie dauert ist zur Zeit die umstrittene Frage.

Alle wichtigen Indizes haben neue Lows gesehen, somit ist auch der ATX weiter gefallen und zwar bis auf 1500 Punkte, das sind YTD immerhin fast 67%. Damit dürfte der ATX bei den am stärksten fallenden Börsenindizes der westlichen Welt ganz vorne dabei sein.

Auch mein Portfolio hat im November mit -57% (-108,5k)  einen neuen Tiefstand erreicht, ähnlich wie im Oktober hat dann in der letzten Woche des Monats eine Erholung eingesetzt, es ist jedoch ein Monatsverlust von 14% übrig geblieben. Von meinen Positionen haben OMV 21% verloren, Wienerberger 14% und Voest 13%, mein Portfolio steht YTD nun bei -46% (-88k).

Bei Wienerberger habe ich 500 Stück zugekauft und bei der Erste Bank, die innerhalb einiger Wochen von 40 bis auf 13 gefallen ist, bin ich mit 1000 Stück neu eingestiegen. Der Einstiegszeitpunkt war zugegeben kurzfristig nicht wirklich ideal, zumindest sind diese beiden neuen Positionen zu Monatsende nach der Erholung wieder ungefähr dort wo ich sie gekauft habe.

Die Hoffnung liegt nun in einer Jahresendrally der Kurse (nach oben) im Dezember, zumindest sollten die Tiefststände endlich einmal halten.


Nach den starken Verlusten vom Montag haben sich die Kurse in den letzten vier Oktobertagen ziemlich stark erholt und mein Portfolio hat vom Low weg noch €21k aufgeholt. Trotzdem ist ein Verlust von -4% übrig geblieben, der Oktober war somit nach den verheerenden Verlusten im September das fünfte Verlustmonat in Folge.

Den Börsen ist es noch um einiges schlechter ergangen:
ATX -27,81%
DAX -14,09%
DJI -13,9%

YTD sieht es nun so aus:
Portfolio -37,54%
ATX -55,73%
DAX -38,17%
DJI -29,7%

Meine Porfoliopositionen haben auch dieses Monat stark verloren (Wienerberger -32%, OMV -15%, Voest-13%), nur dank einiger gelungener Trades, vA mit Voest, ist mein Verlust relativ gering ausgefallen. Ich hoffe nun mal auf eine echte Erholung und einen November mit steigenden Kursen.


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