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Der Schuldenschnitt für Griechendland wurde endlich ausverhandelt und den Börsen hat das im ersten Quartal gut getan, der Dax hat die 7000 kurzfristig überschritten und der DJI steht wieder über 13000. Mein Portfolio läuft dieses Jahr bisher mit Dax und ATX mit und ist mal vor und mal hinter den Indizes, zur Zeit hat der Dax jedoch 4% Vorsprung. Bei E.On hat sich wieder mal etwas getan, von nun an sollte es mit den Erträgen wieder bergauf gehen und die Aktie ist nun dieses Jahr klar im Plus. Die ATX Performance ist nach wie vor sehr schwach, wie die letzten Jahre auch schon.

seit 1.1.2009seit 1.1.2010seit 1.1.2011seit 1.1.2012seit 1.3.2012
Portfolio+53%+1%-18%+13%-2%
ATX+23%-13%-26%+14%-2%
DAX+44%+17%+1%+18%+1%
DJI+50%+26%+14%+8%+2%

Über den Dax sagt man zur Zeit, dass ein weiterer Anstieg nach den tollen 18% nun nicht mehr in dem Tempo möglich ist, ich kann mich nicht erinnern, bei einem kräftigen Minus mal so eine Meldung vernommen zu haben und hoffe, die Realität belehrt uns eines Besseren.

Der ATX hat die Performanceprobleme zum Glück nicht, hier kann man nur hoffen, dass der mal durchstartet. Meinem Portfolio fehlt ein Anstieg von 29% um die Vorjahrsverluste aufzuholen, mein Kursziel für erste Verkäufe liegt somit nach wie vor bei einem Indexstand um die 2800.

Witziger Weise wurde auch Österreich das AAA entzogen, man sollte eigentlich annehmen, dass wir von der aktuellen Situation ähnlich profitieren wie Deutschland. Was solls, der DAX hat im Jänner fast 10% zugelegt und der ATX auch, mein Depot hinkt mangels Bankaktie und dank der schwachen E.On ein klein wenig hinterher. Trotzdem war der Jänner mit +8k der beste Jänner für mich bisher überhaupt. Ein guter Start ins Jahr ist ja schon mal was, mal sehen wie es weiter geht.

Jän 12+8.437
Jän 06+6.196
Jän 04+4.134

Es würde mich natürlich nicht stören, wenn ich die Vorjahrsverluste heuer wieder zurück bekomme, dafür wäre ein weiterer Anstieg um 35% notwendig, was einem ATX Stand von etwa 2800 bedeuten würde. Ein astronomisch hoher Indexstand wäre das überhaupt nicht, noch letztes Jahr waren wir ja bei 3000, vom 'historischen' Hoch von 5000 Punkten ganz abgesehen. Prognostizieren wird so einen Anstieg natürlich niemand, das wäre ja nicht seriös, möglich ist er aber, so ist der ATX zum Beispiel 2004 um 57% gestiegen, während der DAX gerade mal 7% geschafft hat. 2005 ist der ATX nochmals um über 50% gestiegen, damals habe ich ja auch ganz gut dazuverdient.

Nach der Finanzkrise kam die Schuldenkrise und das Börsenjahr war nicht überragend gut, zumindest nicht für Europa und leider vor allem nicht für den ATX und mein Portfolio.



Der Dow hat immerhin fünfeinhalb Prozent gemacht dieses Jahr, das Minus im Dax von 15% wäre verkraftbar, die Atx Performance von -35% war halt leider mehr als schwach. Es gab überhaupt nur vier Börsenplätze wo es noch schlechter gelaufen ist, nämlich Ägypten, Ukraine, Griechenland und Zypern. 

Meinem Portfolio ging es mit -30% nur um eine Spur besser. Viel gemacht hab ich ja nicht, den Gewinn mit Metro habe ich gleich anschließend mit Commerzbank verzockt und ansonsten war dank Abgeltungssteuer nichts los. Kommendes Jahr wird vermutlich zumindest börsenmäßig auch nicht viel mehr los sein, da ich mir eine Wohnung in Wien gekauft habe und somit nicht so viel Geld für zusätzliche Aktien übrig bleiben wird.

Mal sehen, wenn man zukauft müsste man sich fast den Atx wieder ansehen, der muss ja irgendwann wieder aufholen und irgendwann sollte das Thema Eurokrise mal langweilig werden. 2012 wird jedenfalls sicher spannend, sowohl privat als auch was die Finanzwelt betrifft.

Der Oktober ist gut gelaufen, mein Portfolio hat mal wieder 11k aufgeholt nachdem der Dax von 5000 Punkten im September eine schöne Rally hingelegt hat und in den letzten 6 Wochen auf bis zu 6300 gestiegen ist. Mein Versprechen, beim Stand von 5000 zuzukaufen, habe ich gehalten und mit Metro ist ein richtiger Traumeinstieg gelungen, nach kurzer Zeit war der Titel 20% im Plus, soviel Glück hat man nur selten.

Ende Oktober hat sich die EU auf einen 50% Haircut für griechische Anleihen geeinigt, im Zuge dessen wurden Griechenland weitreichende Sparzusagen abgerungen. Weiters wurde beschlossen, dass die Banken ihr Kernkapital auf 9% aufstocken müssen und der 'Euroschutzschirm' EFSF mittels Hebelkonstrukt auf zumindest eine Billion Euro aufgestockt wird. Die Märkte haben darauf kurzfristig sehr positiv reagiert.

Gestern ist die griechische Regierung dann zur Überraschung aller damit vorgeprescht, über das vereinbarte Paket eine Volksabstimmung abhalten zu wollen. Ob die das jetzt wirklich durchziehen, muss sich erst zeigen, jedenfalls hat der Dax in den letzten beiden Handelstagen sicherheitshalber mal 500 Punkte verloren und meine Metro Position wurde ausgestoppt. Fad wird es somit nach wie vor nicht. Entweder war das alles nur ein Scherz und der Papandreou wollte sein Gehalt mit ein wenig Spekulation auf fallende Kurse ein wenig auffetten oder wir sehen bald wieder neue Kurstiefs. Italien rückt in letzter Zeit bedrohlich oft in das Rampenlicht der Schuldenkrise.

Durch den Metrodeal darf ich nun erstmals die österreichische Form der Abgeltungssteuer zahlen. Etwa €3800 bleiben nach Steuern und Gebühren übrig, eigentlich eh nicht schlecht für knapp 5 Wochen Haltedauer. Ich habe diesmal wie erwähnt einen Stop gesetzt, bin mir jetzt aber nicht sicher, ob ich das in Zukunft immer so machen werde. Bei der erstbesten Hoaxmeldung ist man draußen und das wird oft genug im Minus sein, eventuell bleibe ich auch bei der altbewährten Buy and Hold Strategie.

Der Dax hat nach dem US Downgrade und sich eintrübenden Konjunkturaussichten im August rekordverdächtige 20% verloren.

 

Das bisherige Tief war bei ca. 5500 Punkten weshalb ich noch nicht zugekauft habe. Seit mitte August ist es nicht mehr weiter runter gegangen, mal sehen was noch kommt, um die 5000 würde ich wohl nachkaufen.

Auch der DJI hat alle Gewinne dieses Jahres wieder abgegeben, ist aber zumindestens nicht in den negativen Bereich abgerutscht.

Der ATX hat sich relativ tapfer gehalten und zum DAX was den YTD Verlust betrifft etwas aufgeholt, ist mit -21% aber immer noch spürbar hinter dem DAX, der in diesem Jahr derzeit bei -16% steht. Mein Portfolio liegt in etwa auf ATX Höhe bzw. Tiefe, scheint somit kein überragend gutes Jahr zu werden. Mal sehen was die letzten 4 Monate bringen, letztes Jahr hat sich in dieser Zeit ja auch nochmals alles umgedreht.

Das ging ja schneller als befürchtet, nachdem die traditionelle Erhöhung des US Schuldenlimits diesmal missbraucht wurde um politisches Kleingeld zu machen und bis zur letzten Sekunde hinausgezögert wurde, hat S&P direkt danach das Rating auf AA+, Ausblick negativ, gesenkt. Die beschlossenen Einsparungen wären nicht ausreichend.

Der Börsencrash hat eh schon vorher stattgefunden, schließlich gibt S&P seine Ratingänderungen vorab an die betroffenen und wer weiß an wen sonst noch bekannt. 2011 ist nun wieder alles im negativen Bereich, am stärksten fällt wie üblich der ATX:

Hier die Situation seit 1.7.:
1.7.5.8.
ATX2766.7302266.350-18.09%
DAX7376.2406236.160-15.46%
DJI12414.34011444.610-7.81%
Voest38.0628.82-22.70%
OMV30.1223.77-21.08%
E.ON19.5917.27-11.84%

Ich bin richtig froh, Ende letzten Jahres zwei Drittel meiner Voestaktien verkauft zu haben. Durch unsere neue Abgeltungssteuer besteht im Gegensatz zu 2008 auch nicht das Risiko, zu früh nachzukaufen, ich habe dazu eigentlich überhaupt keinen Bedarf derzeit und werde mal abwarten was passiert. Meine abgeltungsfreien Schätze habe ich nicht vor zur verkaufen. Interessant wird auch sein, wie weit der ATX runter geht, der sich ja im Gegensatz zu DAX und DJI nie von der Finanzkrise erholt hat, wenn eine gröbere Korrektur kommt und der Dax auf unter 5000 Punkte abrutschen sollte.

Um auf jeden Fall gerüstet zu sein, habe ich mich bei einem weiteren Broker angemeldet, und zwar bei lynxbroker.de. Dank Depotführung in UK bleibt mir hier der automatische Abzug der Abgeltungssteuer erspart und ich kann Gewinne und Verluste gleichzeitig bei der Einkommenssteuererklärung abrechnen.

Die Europäische Zentralbank hat erstmals seit Juli 2008 ihren Leitzins erhöht und damit auf die anspringende Inflation reagiert. Der für die Geldversorgung der Geschäftsbanken entscheidende Refinanzierungssatz wurde von 1 auf 1,25 Prozent angehoben. Für wesentlich mehr Wirbel hat Standard & Poor's gesorgt, die mit einem Downgrading der USA gedroht haben, der Ausblick wurde auf negativ gesenkt. 

Den Börsen war beides egal, die Performance von Dax (+6,7%) und DJI (+4%) im April kann sich sehen lassen. Der DJI kratzt bereits wieder an den 13k und der Dax steht bei 7500, höher wie 8000 war der nie. Nur der ATX gurkt leider nach wie vor knapp unter 3000 herum und war im April erneut leicht im Minus. Auf Jahressicht ist der ATX mit 2% im Minus. Meinem Portfolio gehts es nicht wesentlich besser, zumindest hat E.ON mal Schwung für den Dividendenzahltag im nächsten Monat genommen und 7% zugelegt. Der Atomschock ist somit fast wieder aufgeholt.

Neben den anhaltenden Unruhen in Lybien, der Westen unterstützt die Rebellen nun mit seiner Luftwaffe, wurde Japan von einer gewaltigen Umweltkatastrophe heimgesucht. Auf ein Erdbeben der stärke 9 auf der Richterskala, welches die Japanische Hauptinsel um mehr als 2 Meter verschoben hat, folgten gewaltige Tsunamis, durch die über 10.000 Menschen direkt das Leben verloren haben. Noch dazu haben die Tsunamis mehrere AKW Kühlsysteme zerstört, weshalb es gleich bei einer ganzen Reihe von Reaktoren zu Störfällen gek0mmen ist. Es scheint massiv Strahlung auszutreten, die Situation dürfte nach wie vor nicht unter Kontrolle sein.

Somit ist mein Portfolio gleich doppelt betroffen, die OMV leidet durch die Förderausfälle in Lybien und Eon steht durch die neuen Diskussionen zum Ausstieg aus der Atomenergie unter Druck. Während der Kurs der OMV zumindest nicht vom steigenden Ölpreis profitiert hat Eon im März gleich 9% verloren. 

Unterm Strich war das erste Quartal somit mal negativ, mit -3% hält sich der Schaden aber in Grenzen. Die Index Performance in Europa ist bisher trotz guter Wirtschaftslage bescheiden, nur der DJI ist mit +7% bisher gut unterwegs, wäre aber dank schwachem Dollar wahrscheinlich auch keine profitable Alternative gewesen.

Es geht ganz schön zu, angefacht angeblich von stark gestiegenen Getreidepreisen steigen die Leute in Nordafrika auf die Barikaden. Tunesiens Ben Ali und Ägyptens Mubarak sind bereits abgesetzt, das war den Börsen noch relativ egal. Erst als die Lage in Lybien zu eskalieren begann, gings bergab, vor allem mit der OMV, die dort Öl fördert. Die ist vom Hoch mitte Februar dann um über 11% gefallen und ist zur Zeit 1% im Minus in diesem Jahr. Das war ziemlich schlecht für mein Portfolio, die 6% die ich schon im Plus war, waren nach ein paar Tagen weg. Hauptproblem für das Portfolio ist heuer bisher jedoch nicht die OMV sondern die Voest, die 6% gefallen ist in den ersten beiden Monaten des Jahres.  

Bei meiner Suche nach einer Alternative zur langfristigen Aktienanlage bin ich noch nicht weiter gekommen. Flatex bewirbt gerade eine VW Aktienanleihe der Commerzbank. Die sogenannte Protect Anleihe mit einem Zinssatz von 7% klingt auf den ersten Blick interessant, im Factsheet stößt man dann allerdings auf die sogenannte Kursschwelle von 68%. Wenn der Kurs der VW Aktie am Ende der Laufzeit der Anleihe unter dieser Schwelle liegt, bekommt man den Nennbetrag nicht mehr ausbezahlt sondern nur mehr die Anzahl an VW Aktien, die man um den Nennbetrag zum Start der Anleihe bekommen hätte. Das Protect scheint sich somit auf die Commerzbank zu beziehen beziehungsweise hilft nur, wenn der Kurs nicht zu stark fällt. Interessant wäre das zumindest für mich nur, wenn es eine entsprechende Schwelle auch bei stark steigenden Kursen gäbe, so kommt mir das doch ein wenig einseitig vor und ich würde Anleihen dieser Art auf keinen Fall weiterempfehlen.

Das wäre sie wahrscheinlich längst, wäre ich nicht im ATX investiert gewesen, aber gut, der Index hat nach einer starken zweiten Jahreshälfte DAX und DJI auch heuer noch überholt und mein Portfolio hat nachdem die Performance zeitweise 10%  hinter dem ATX lag, diesen auch noch irgendwie überholt, man kann also nicht klagen.

2010 war somit für mich ein gutes Anlagejahr, mit einem Plus von 35k oder 20% war es nach dem Reboundjahr 2009 und dem BWIN Jahr 2005 das ertragreichste meiner Anlagekarriere. Die Verluste von 2008 sind somit endlich überwunden. Auf das Alltimehigh vom November 2007 fehlen nur noch 6k oder ein Anstieg um ungefähr 5%, somit stehen die Chancen für ein neues Alltimehigh 2011 ausgesprochen gut.

Die Langzeitperformance meines Portfolios sieht trotz nunmehr 3 (bzw. 4, 2007 war ja auch nicht so toll) ertragslosen Jahren gar nicht so schlecht aus, die 90k die ich im Laufe der letzten 11 Jahre unterm Strich eingezahlt habe, haben einen Gewinn von 128k erzielt. Wenn ich diesen gesamten Betrag am Anfang auf ein Sparbuch eingezahlt hätte, entspräche das einer jährlichen Verzinsung von 8,35% nach Steuern, der wirkliche Zinssatz ist je nach Berechnung noch weit darüber.

Ab 2011 gibt es nun nach Deutschland auch in Österreich eine Abgeltungssteuer auf Aktiengewinne unabhängig von der Behaltedauer. Ich glaube nicht, dass meine Strategie wie ich sie die letzten Jahre gefahren bin, damit noch funktionieren würde, ich habe einfach Jahre mit hohen Gewinnen und andere mit hohen Verlusten und es ist kein Verlustvortrag vorgesehen. Der Crash von 2008 wäre somit erst zu 75% überwunden, ganz ohne Nachkäufe wäre es nicht gegangen und die müsste ich versteuern. Ich müsste nach wie vor zu 100% investiert sein und niemand kann sagen, ob es 2011 wirklich weiter bergauf geht.
 
Mit den letzten Umschichtungen in meinem Portfolio habe ich die restlichen Positionen großteils von meinem Easybankdepot hin zu Flatex verschoben um Depotgebühren zu sparen, das musste aus den genannten steuerlichen Gründen noch heuer gemacht werden. Zukäufe werde ich nächstes Jahr vorerst keine mehr machen, mit OMV und EON habe ich nun zwei Dividendenbringer im Portfolio, mit denen man ohne Zukäufe eine erneute Krise durchtauchen kann und bei Wienerberger und dem Rest von Voest spekuliere ich einfach auf eine weiter anhaltende Wirtschaftserholung.

Ansonsten recherchiere ich gerade an Alternativen zu meiner bisherigen Anlagestrategie. Ich bin auf der Suche nach einem Depot im Ausland, um zumindest die Steuer für Gewinne und Verluste gleichzeitig am Jahresende abführen zu können und informiere mich über Forexstrategien, CFDs und über das Thema Metatrader / Expert Agents.
  

Warren Buffett hat sich positiv über den Wirtschaftsverlauf geäußert (there will be no double-dip recession as some fear) und schon ist es los gegangen. Vor allem im September gab es für mein Portfolio schöne Kursgewinne, zwischenzeitlich hat es die Indizes in der YTD Performance sogar überholt. Auch der Oktober war positiv, unterm Strich haben die Indizes seit September um die 10% gut gemacht und mein Portfolio um die 15%, so kann es weitergehen.

Bei Wienerberger habe ich nach meinem Zukauf Ende August etwas reduziert, da hatte ich wieder mal Glück und habe die letzte Wienerbergerrally mit mehr als +25% gut ausgenutzt. Weniger Glück habe ich zur Zeit mit meiner kleinen Atec Position, der Kovats hats verbockt und hat Insolvenz anmelden müssen. Die Pleite der A-Tec ist das drittgrößte Insolvenzverfahren der österreichischen Wirtschaftsgeschichte.

Seit 2009 gibt's in Deutschland die 25%ige Abgeltungssteuer auf Aktiengewinne, es war nur eine Frage der Zeit, bis das auch bei uns kommt und mit der Verlautbarung des jüngsten 'Sparpaketes' war es dann soweit, ab Mitte 2011 gibt man als Privater von den Gewinnen aus Wertpapieren unabhängig von der Haltedauer 25% ab. Jetzt muss man mal abwarten was da genau beschlossen wird, meine Strategie die Wertpapiere zumindest ein Jahr lang zu halten dürfte man dann jedenfalls vergessen können. Durchgerechnet habe ich es mir noch nicht, aber ich glaube nicht, dass mir so in den letzten Jahren unterm Strich irgendwas übrig geblieben wäre. Das gute an der neuen Abgabe ist auf jeden Fall, dass man sie nicht zahlen muss, man muss ja keine Aktien halten und in diese Richtung wird es wohl bei mir gehen. Gleichzeitig wird ja die Spekulation vergünstigt, vom Spitzensteuersatz mit bis zu 50% auf 25%, und da werde ich mir natürlich überlegen, ob ich nicht etwas am mittelfristigen Chart mit meinen CDF Konten mache.

Ich habe mich nicht sonderlich um die Börse und das ganze drumherum gekümmert im letzten Monat und es ist auch nichts wirklich aufregendes passiert.

Die Wirtschaftserholung in den USA schwächt sich ab, die FED kauft wieder Staatsanleihen und kündigt bei Bedarf weitere Maßnahmen zur Konjunkturstützung an.

Die Börsenperformance war ziemlich bescheiden, die von meinem Portfolio auch. Von den +10k im Juli sind wieder fast 7k weg.


NameFirstLastPerformance
DJI10465.9410014.72-4.31%
DAX6147.975925.22-3.62%
ATX2483.862402.02-3.29%
Portfolio-3.90%

Ich habe die Kursverluste genutzt um nochmals bei Wienerberger nachzukaufen und werde bei anhaltender Korrektur weiter einsammeln.

Die jüngste Korrekturphase die im April begonnen hat, scheint überwunden zu sein, die kurzfristigen Charts sind wieder im Aufwärtstrend. An der wirtschaftlichen Gesamtsituation hat sich seit dem letzten Monat nicht viel geändert, eine Verbesserung zeichnet sich nicht wirklich ab, eine erneute Rezession gilt aber als recht unwahrscheinlich. Der Euro steigt wieder, von seinem Tief ist er wieder fast 10% weg und steht derzeit bei 1,3 zum USD. Von einer Eurokrise war diesen Monat nichts mehr zu hören.

Die Industriewerte in meinem Portfolio freuen diese tristen Konjunkturaussichten nicht besonders. Somit ist es kein Wunder, dass die Performance meines Portfolios ziemlich zum Vergessen ist zurzeit, die hinkt dem ATX fast 6% hinterher. Die Top Performer im ATX auf Jahresbasis sind jedoch auch alles andere als Konjunkturunabhängig, da wäre mal RHI mit +41% und Andritz mit +19%, gleich danach die Erste Bank mit  +18%, die ich zumindest eine Zeit lang mit im Gepäck hatte.

Die ATX Performance im Juli war mit +9% ok (im Vergleich: Portfolio +6,5%, DJI +7%, DAX +3%). Auf Jahressicht sieht es leider genau umgekehrt und generell recht bescheiden aus, da ist der DAX mit +3% vorne, der DJI knapp über der Nulllinie und der ATX als einziger mit einem halben Prozent im Minus.

Es geht nichts weiter an den Aktienmärkten, die Korrektur die mitte April begonnen hat, hat auch im Juni angehalten. Europäische Schuldenkrise, hohe Arbeitslosigkeit und die Aussicht auf stärkere Regulierungen im Finanzsektor drücken auf die Stimmung.

Zum ersten mal seit Herbst 09 habe ich mal wieder Geld ins Depot eingezahlt und bei Wienerberger aufgestockt, leider ist der Titel danach gleich munter weiter gefallen. Was solls, verkaufen werde ich Wienerberger frühestens im Herbst, wenn die letzte Kapitalerhöhung von Wienerberger ihr einjähriges Jubiläum hat, und bis dahin kann viel passieren.

Der IWF schließt zur Zeit einen baldigen erneuten Einbruch der Weltwirtschaft aus, ob er diesmal recht hat wird man eh sehen. Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, ein Anhalten der Korrektur für weitere Zukäufe zu nutzen. Im Dax würde ich wohl Thyssen, Eon oder RWE nehmen, im Atx OMV, Verbund oder wieder die Erste Bank, wenn sie noch ein wenig nachgibt.

Genauso wie der Mai begonnen hat ist es auch weiter gegangen, die Stimmung war dominiert von schlechtem Wetter und Europas Schuldenkrise, die sich durch Unterstützung der amerikanischen Ratingagenturen hochgeschaukelt hat. Der DJI hat intraday mal kurzfristig 9% abgegeben, Europa hat sich mit Unterstützung durch den IWF zu einem 750 Milliarden Euro fetten  Hilfsfonds an Garantien durchgerungen, der das Schuldenthema ein für alle mal vom Tisch räumen sollte. Die Erleichterung an den Börsen hat leider nur kurz angehalten und der Euro ist munter weiter gefallen, der Mai hat uns mit -8% im DJI und im ATX die erste spürbare Korrektur seit Februar 09 gebracht.

Ich habe mir den Energiekonzern E.ON aus dem DAX ins Portfolio gelegt, seit dem Extremeinbruch 2008 will ich ja eigentlich weg vom ATX und seinen abartigen Schwankungen und das ist der erste Schritt dazu. Auf die Idee, ein wenig die Märkte zu streuen, hätte ich eigentlich auch früher kommen können, dann hätte ich 2008 vom schwächer eingebrochenen Markt in den stärker eingebrochenen wechseln können.

DJI und ATX sind auf Jahressicht nun wieder im Minus, nur der DAX ist an der Nulllinie. Es dürfte sich doch ein wenig herumgesprochen haben, daß ein niedriger Euro für die deutsche Wirtschaft nicht extrem ungünstig ist. Ansonsten siehts ein wenig so aus, als würde es nochmal richtig gute Kaufkurse geben, mal sehen ob ich das im Juni nutze. Mein Flatex Depot wäre in der Zwischenzeit ja einsatzbereit.

Da haben wohl einige das 'Sell on May' ein wenig übertrieben:
ATX -4,0%
DAX - 2,6%
DJI sieht derzeit bei -2% auch nicht besonders gut aus. Europa hat sich letzte Woche auf ein 144 Mrd. USD Hilfspaket für Griechenland geeinigt, eigenartig daß da jetzt noch sowas nachkommt.


Die Freude über den Verkauf der Erste Bank hat leider nicht besonders lange angehalten, seit dem Verkauf hat die Aktie fast 12% zugelegt während meine größte Position, die Voest, nicht mal 2% gemacht hat. Das war somit kurzfristig keine besonders glückliche Entscheidung, der Vorsprung meines Portfolios auf den ATX ist für dieses Jahr auf unter ein Prozent geschrumpft.

Auf eine Korrektur zur Monatsmitte kann man ja fast wetten, auch im April ist das der Fall gewesen. Zwei Negativthemen haben dominiert, zum einen war da mal Griechenland. Das habe ich schon vor zwei Monaten in meinem Blog erwähnt und man sollte meinen, der Drops wäre in der Zwischenzeit gelutscht, dem ist aber nicht so. Um das Land vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren, muss ein Hilfspaket geschnürt werden, auch die Banken zahlen mit, durch eine zu großzügige Kreditvergabe an das korrupte Land scheinen sie keinen schlechten Anteil an der Misere zu haben. Europa scheint generell ein massives Überschuldungsproblem zu haben und die amerikanischen Ratingagenturen senken das Rating eines Eurolandes nach dem anderen.

Das andere Thema war Goldman Sachs, die wurden von der amerikanischen SEC wegen Betruges angeklagt. Angeblich haben die gegen Produkte gewettet, die sie ihren Kunden verkauft haben. Was da raus kommt wird sich zeigen, der Kurs von Goldman Sachs hat vom Hoch zur Monatsmitte weg jedenfalls schon mal über 20% verloren, steht aber immer noch bei stolzen +300% vom 2009er Tief.

Hier könnte sich eine günstige Einstiegschance ergeben, auch wenn man sich da gegen USD Kurschwankungen absichern sollte. Als Broker würde sich flatex.at anbieten, die diesen Monat ihre Filiale bei uns in Österreich eröffnet haben und die eine sehr günstige Alternative zu den etablierten Brokern für Privatanleger zu sein scheinen. Ich bin zur Zeit zwar eher auf Halten eingestellt und habe kurzfristig keine Zukäufe geplant, sicherheitshalber habe ich mir trotzdem mal bei denen ein Depot bestellt, mal sehen was deren Software so kann. Das handeln von CFDs und Aktien von einem Konto aus, ohne mühsam Geld hin und her überweisen zu müssen, hört sich interessant an. Durch den neuen Mitspieler werden hoffentlich auch die anderen Broker ein wenig an ihren Gebühren arbeiten.

Der März hat das erste Quartal mit einem Anstieg von 11% in meinem Portfolio gerettet. Wenn es am schönsten ist sollte man bekanntlich aufhören und somit habe ich mit der Erste Bank mal einen kleinen Teil abverkauft. Diese Position habe ich 3 Monate vor dem absoluten Krisentief gekauft und bin damit gleich mal fast 60% ins Minus gelaufen, letztendlich kann ich mich jetzt über 73% bzw. 13k steuerfreien Gewinn innerhalb von 16 Monaten freuen.

Obama hat seine Sozialversicherung durchgebracht, das war sicher die weitest reichende Weichenstellung, die in diesem Monat über die Bühne gegangen ist. Endlich darf sich auch jeder Amerikaner zwangsweise sozial versichern lassen. Ansonsten hat die hohe Schuldenlast so mancher europäischer Staaten weiterhin die Schlagzeilen dominiert. Der Euro bleibt also niedrig, den Deutschen als Exportweltmeister kann das nur recht sein, deshalb gibt es wie üblich kaum eine einheitliche Richtung wenn es darum geht, den Schuldenkönigen irgendwie unter die Arme zu greifen.

Die Börsen sind nun alle im Plus für 2010, der ATX konnte sich im März YTD einen kleinen Vorsprung vor DAX & DJI erkämpfen, auf sein letztes relatives Hoch vom Oktober fehlen aber immer noch 100 Punkte, während DAX & DJI verlässlich fast jedes Monat neue Rekordstände erreichen. Die ATX Performance ist also nach wie vor nicht sehr berauschend, mal sehen obs nach dem starken Monat in der gleichen Tonart weitergeht.

Niemand redet mehr von Dubai, diesen Monat war Griechenland nicht aus den Schlagzeilen zu bekommen. Das Land scheint mehr oder weniger Bankrott zu sein und hat sich den Beitritt zur Eurozone damals angeblich mit geschönten Budgetzahlen ergaunert. Das hat den Euro auf Talfahrt geschickt und bei steigendem USD geht bei Aktien nichts weiter. Seit dem letzten Peak vor 3 Monaten hat der Euro 11% zum USD verloren, die Aktienkurse machen das zum Glück nicht mit sondern gehen seitwärts. Das gibt Grund zur Hoffnung, wenn die Währungen wieder drehen, irgendwann wird sich ja herumsprechen, dass ein paar US Bundesstaaten auch nicht so toll dastehen.

Wienerberger, Voest und OMV haben im Februar berichtet. Wienerberger lag mit einem Verlust nach Steuern von 258,7 Mio im Rahmen der Erwartungen, die Voest sieht Verbesserungen sowohl im Stahl als auch im Edelstahlbereich und der Nettogwinn der OMV 2009 lag sogar leicht über den Erwartungen. Auf die Kurse hatte das kaum Einfluss, nur die OMV liegt mit -11,4% seit Jahresanfang ziemlich am Ende des ATX.

Gegen Monatsende haben RZB und RIBH bekannt gegeben, dass sie über eine Fusion nachdenken und der RIBH Kurs hat sicherheitshalber gleich mal um 20% nachgegeben. Ein typischer ATX Auszucker, für solche Chancen sollte man eigentlich immer ein wenig Kohle parat haben. Nach einem Beruhigungsstatement der Banken hat sich der Kurs zu erholen begonnen und ich gehe davon aus, dass sich die Übertreibung wieder mehr oder weniger ausgleichen wird.

Das neue Jahr hat sehr gut angefangen, nach wenigen Handelstagen war der ATX 8% im Plus und mein Portfolio 10% oder 17k.

Dann kam wie so oft zur Monatsmitte die Korrektur. China will Kredite ein wenig bremsen um eine Überhitzung der Wirtschaft zu verhindern und Obama hat angekündigt, die Banken stärker regulieren zu wollen und die Gewinne waren schnell wieder weg.

Der ATX hat dann eine Serie von 8 Minustagen in Folge hingelegt, keine Ahnung obs das 2008 auch mal gegeben hat. Jedenfalls stand er zu Monatsende dann bei -0,08%, bei meinem Portfolio war dank des positiven letzten Handelstages das Vorzeichen auf meiner Seite mit +0,35%. Zu verdanken ist das vor allem Erste Bank und Wienerberger, die zwischenzeitlich 20% im Plus waren und schließlich jeweils zumindest um die +6% retten konnten.

Richtig schlimm erwischt hats den DAX mit -5,85%, der DJI war mit -3,46% auch ganz schön im Minus. Somit sind wir gerade in der stärksten Korrektur seit März letzten Jahres, ich bin aber zuversichtlich, dass sich der ATX im Vergleich zu den großen Indizes in der nächsten Zeit weiterhin besser behaupten wird, weil er ohnedies nach wie vor die höchsten Abschläge von seinen Höchstständen hat.

Nachdem die Börsen im März ihre Tiefstände gesehen haben, haben sich die Kurse wieder zu erholen begonnen und auch mein Porfolio hat den Großteil der Verluste vom Vorjahr wieder wett gemacht.

Leider wurde gerade der ATX von der Finanzkrise am brutalsten abgestraft, nach wie vor steht er nur bei der Hälfte seines Wertes von vor 2 Jahren.


Hoch 07Tief 0931.12.09Anstieg zum Hoch
ATX5.000
1.412
2.496
+ 100%
DAX8.100
3.666
5.957
+ 36%
DJI14.100
6.594
10.428+ 35%

Die Erholung ist auf den 5jahres Charts schön zu sehen, man sieht auch, dass im ATX im Gegensatz zu den Leitindizes seit Oktober nichts mehr weitergegangen ist.


Mein Portfolio hat zur Zeit in etwa den Stand von Jänner 06. Zu seinem bisherigen Hoch im November 07 fehlen 43k bzw. ein Anstieg von ca. 25%. Das ist bitter, andererseits fehlt jedem Börsenindex und vor allem dem ATX, in dem ich in erster Linie investiere, mehr auf seine Höchstwerte.

Vielleicht geht ja nach 4 gewinnlosen Jahren 2010 wieder mal was weiter an den Börsen. Die allgemeine Meinung über das kommende Börsenjahr ist durchwegs positiv, auch wenn den großen Indizes nicht viel mehr wie +10% zugetraut wird. Der ATX hätte eigentlich gewaltig mehr Aufholpotential und vielleicht kann er sich ja, wie er in der Vergangenheit schon öfter gezeigt hat, positiv von den Leitindizes abkoppeln.

Die Telekom hat heute ihre Erwartungen für 2010 bekannt gegeben, es wird mit einem Rückgang bei Umsatz und operativem Ergebnis gerechnet. Nach US Handelsstart hat die Aktie dann plötzlich 14% tiefer notiert, der Kurs ging senkrecht nach unten. Ich habe das alles erst nach Handelsschluss mitbekommen, eigentlich hätte man sich ja einkaufen müssen.

Da die Telekom ziemlich stark gewichtet ist im ATX, hat auch dieser 4,4% abgegeben. Somit ist die gute Performance der ersten Dezemberwoche wieder weg.

Probleme in Dubai, wo vor lauter Sandburgenbauen das Geld ausgegangen zu sein scheint, haben die zwischenzeitlich satten Gewinne des ATX gegen Monatsende wieder dahin schmelzen lassen, am letzten Handelstag im November ist er genauso wie mein Portfolio leicht ins Minus gerutscht.

Ein kleines Plus auf Monatssicht konnten nur die OMV und die Voest retten, letztere hat Quartalszahlen berichtet und mit einem positiven Q2 überrascht. Somit hat es bisher für die Voest nur ein einziges negatives Quartalsergebnis gegeben.

EBIT Voest
Q1 08/09358
Q2 08/09428
Q3 08/09196
Q4 08/0934
Q1 09/10-24
Q2 09/1070

Die ATX Performance war die letzten beiden Monate leider mehr als bescheiden, DAX und DJI haben im November jeweils ca. 5% zulegen können. Für mein Portfolio wirds heuer wohl auch nichts mehr mit dem Break Even auf Sicht 2008, dafür fehlen nun wieder 40k oder ein Anstieg von +25%, was sich im Dezember wohl kaum ausgehen wird, das kann man nicht mal dem ATX zutrauen, zumindest nicht auf der positiven Seite. Wäre nicht schlecht wenn der ATX im Dezember wenigstens die jüngsten Abschläge auf die Leitindizes aufholen könnte.

China hat für Q3 ein Wirtschaftswachstum von 8.9% vermelden können und auch die USA hatten im Q3 nach vier Minusquartalen erstmals wieder einen Anstieg, und das gleich um starke 3,5%. Vor allem für die europäischen Börsen waren diese guten Nachrichten zu viel und sie haben nach der guten ersten Monatshälfte stark korrigiert. Der ATX ist dabei mit zwei extrem schwachen Tagen wieder mal ein wenig aus der Reihe getanzt, am 27.10. hat er 3,26% verloren und am 28.10. mit -5,76% noch eins draufgelegt. Gerüchteweise haben böse amerikanische Hedgefonds ein wenig umgeschichtet.

Name 30.9. 31.10. Performance
ATX 2637.28 2483.89 -5.82%
DAX 5675.16 5414.96 -4.58%
DJI 9712.28 9712.73 0.00%
Portfolio 170.8k 161.6k -5.36%


Ich habe diese Abschläge genutzt um bei ATec einzusteigen, mal sehen wie die Position läuft. Diese Position stellt auch das Pendant zur Kapitalerhöhung der Erste Bank dar, die in der ersten Novemberhälfte über die Bühne gehen wird und bei der ich somit nicht mitziehen werde.

 

Die aktuelle Stimmung an den Börsen ist nach der starken Korrektur in der zweiten Monatshälfte nicht gerade die Beste, auch weil der DJI am letzten Handelstag im Oktober nochmal 2,51% abgegeben hat. Nach drei schwachen Monaten (August +4%, September +2% und Oktober 0%) wäre nun eigentlich ein starker November fällig, andererseits hat es auf der 'Road to Recovery' 1975 auch eine sechsmonatige Schwächephase gegeben, die erst im Jänner 76 mit +14% eindrucksvoll beendet wurde.


Heute gings in Wien mal wieder kräftig nach unten, anscheinend hatten wir nach dem gestrigen Feiertag 'Aufholbedarf':

TitelEröffnungSchlussTagestiefPerformance
DJI9.8689.882


+0,1%
DAX5.6425.636


-0,1%
ATX2.6812.594
2.580
-3,8%
-3,3%
Voest25,5023,83
22,22-12,9%-6,5%
OMV29,2629,03
28,85-1,4%
-0,8%
Wienerberger14,5413,57
13,11-9,8%
-6,7%
Erste29,86 28,50
28,46-4,7%
-4,6%
Portfolio174,5k165,6k


-5,1%

Der Oktober hat ja, genauso wie der September, gar nicht gut begonnen, der ATX ist nach ein paar Handelstagen gleich mal 5% im Minus gewesen. Dann gabs ein paar gute Nachrichten, so hat zum Beispiel der IWF seine Wirtschaftsprognosen nach oben angepasst. Erwartet wird nun für 2010 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,1% (2,5% vorher), getrieben von Asien, speziell natürlich von China.

Dann hat Australien als erstes westliches Wirtschaftsland den Zinssatz erhöht, nämlich von 3 auf 3,25%, was als deutliches Signal für das Ende der Krise gewertet wurde. Die Berichtssaison in den USA hat ebenfalls gut begonnen, Alcoa und Intel haben die Erwartungen jeweis übertroffen. Das alles zusammen hat ausgereicht, um die Börsenkurse weiter anzutreiben.

Heute hat der DJI erstmals seit einem Jahr wieder die 10.000er Marke übersprungen und steht in der Oktoberhalbzeit nun bei +3,1%, der ATX bei +3,5%. Mein Portfolio hat bisher +6,11% geschafft, was immerhin schon wieder 10k sind. Somit fehlen nun auch nur mehr kaum erwähnenswerte 20k um die Verluste von 2008 auszugleichen.  

Wienerberger hat im September mit einer Kapitalerhöhung überrascht, nachdem eine solche nur wenige Wochen zuvor ausgeschlossen wurde. Der Bezugspreis lag mit 10 Euro sehr weit unter dem damals aktuellen Kurs von 15 Euro , was anscheinend viele Leute, darunter auch mich, dazu bewogen hat, bei Wienerberger aufzustocken. 98% der Bezugsrechte wurde angeblich ausgeübt. Ich musste dafür ein paar Voest Aktien verkaufen, da sich die Wienerberger Aktie geweigert hat zu fallen und zu Monatsende immer noch bei 14,1 Euro notiert hat., scheint das vorerst ein gutes Geschäft gewesen zu sein.

Ansonsten konnte das angeblich schlechteste Börsenmonat September der allgemeinen Erholung der Börsenkurse nichts anhaben, alle Indizes haben konnten wieder zulegen, wenn auch etwas weniger wie in den Monaten zuvor. Offensichtlich ist das Vertrauen in die Börse nun wieder groß genug um Kapitalerhöhungen durchzubringen. Bei der OMV ist was geplant und die Erste soll auch schon sondieren, von der Voest liest man vorerst noch nichts von solchen Plänen.

In den Medien dominiert zur Zeit das Thema Arbeitslosigkeit, die zur Zeit auf ihren Peak zusteuert. Ansonsten wird die Rezession allgemein für beendet erklärt, wobei von einer langsamen Wirtschaftserholung ausgegangen wird.

Die Erholung der Börsenkurse läuft bisher verblüffend ähnlich ab wie 1975, was Hoffnung auf weitere kräftige Kursanstiege macht. Der DJI steht derzeit erst bei +38% vom Tief weg und ist damals auf +62% durchgelaufen.

Nachdem die Aktie schon im Juli über 30% gemacht hat, hat sie sich auch in diesem Monat nicht lumpen lassen und nochmal kräftig eins drauf gelegt. Wienerberger steht jetzt bei ungefähr 16 Euro, somit fehlen immer noch über 70% von den Höchstständen  von 2007, wo die Aktie fast 60 Euro wert war. Hier steckt somit trotz der jüngsten Anstiege noch unglaubliches Potential drinnen, vor allem wenn auf die Wirtschaftskrise nun ein entsprechender Wirtschaftsboom folgen sollte. 

Die Börsen haben diese Hoffnung im August jedenfalls mitgetragen, vor allem der ATX hat sich mit +11% gut entwickelt und mein Portfilio hat das mit +15% noch etwas überboten, da dieses Monat auch meine Hauptposition Voest nach zweimonatiger Pause wieder mal zulegen konnte.

Bisher läuft also alles glatt auf der 'Road to Recovery'. Diese dauert nun schon 6 Erholungsmonate lang und wurde bisher nur im Juni kurz unterbrochen. Durch meine Recherchen über die anderen Rezessionen der jüngsten Vergangenheit weiß ich, dass die Erholung durchaus noch 10 Monate weiterlaufen kann und wie es derzeit aussieht, werde ich darauf auch wetten. Frühling 2010 wäre demnach aus heutiger Sicht ein günstiger Zeitpunkt um Positionen abzubauen, das Spekulationsjahr wäre dann auch um. Wenn der ATX so weitermacht wie bisher, wo er im Monat ca. 9% zugelegt hat im Schnitt, wäre er dann wieder bei seinen alten Höchstständen angekommen, genauso wie der DJI.

Aus heutiger Sicht scheint so Entwicklung jedenfalls undenkbar zu sein, historisch betrachtet wäre das jedoch gar nicht so außergewöhnlich.


Die Kursrally geht weiter, auch im Juli haben alle wichtigen Indizes zulegen können und alle sind nun zumindest heuer mal im Plus. Die Zahlen über den Häusermarkt in den USA verbessern sich, was vor allem dem Kurs von Wienerberger gut getan hat, die Aktie konnte im Juli über 30% gutmachen. Dicht dahinter Erste Bank mit +27%. Bei der Voest hat sich leider nicht viel getan, nur die Dividende hat ein kleines Plus gerettet. Unterm Strich konnte mein Portfolio trotzdem 10% zulegen.

Somit ist mein Portfolio 'nur mehr' 30% oder 58k im Minus ab 2008 betrachtet, im März waren das noch über 60%. Zwei oder drei gute Monate würden reichen um in die Gewinnzone zu kommen, oder eine durchschnittliche Performance zwischen +7% / +8% pro Monat bis Jahresende.

So oft wie im Juni hat man bisher nicht gehört, dass nun das Schlimmste endgültig hinter uns liegen würde und es ab jetzt wirtschaftlich langsam aber doch wieder bergauf gehen sollte.

An den Börsen gab es vereinzelt Tage mit massiven Abschlägen, unterm Strich ist aber nicht viel passiert, die Indizies haben sich auf Monatssicht kaum bewegt. Mein Portfolio hat 3% abgegeben und ist mit YTD +21% knapp vor dem ATX mit +20%. Die Erste Bank konnte im Juni fast 13% zulegen und ist nach BWIN der Titel, der sich bisher am stärksten vom Krisentief erholt hat (+175%), danach kommt schon die Voest mit +105%.

Das erste Halbjahr 09 war also mal gar nicht so schlecht, allerdings war das erste Halbjahr 08 auch ganz gut und wie es dann weitergegangen ist, ist eh bekannt. Letztes Jahr um diese Zeit hat es auch geheißen, spätestens im Herbst wäre alles vorbei, dabei ist es zu der Zeit dann erst richtig los gegangen. Langweilig wird es also auch in den nächsten Monaten sicher nicht werden und es gibt noch ein schönes Stück aufzuholen.

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